Ashausen im Internet:
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Kultur · Termine · Infos
Geschichte & Fakten
1294
Johannes de Asselveshusen wird Bürger in Lüneburg. Im Zuge dieser Eintragung im ältesten Stadtbuch Lüneburgs wird erstmals das Dorf Ashausen genannt.
1307
Thidericus de Asselveshusen wird Lüneburger Bürger.
1317
Herzog Otto der Strenge von Braunschweig-Lüneburg schenkt dem Lüneburger Bürger Albert von der Möhlen das Obereigentum über den Zehnten zu Asleveshusen.
1327
Ludolphus de Asleveshusen wird Bürger Lüneburgs.
1358
Die von der Mühlen verkaufen dem Abt Ulrich, Prior Anton und dem Konvent des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg den großen und kleinen Zehnten in Asleveshusen, die Mühle und einen Hof, in dem Johan Vincke wohnt, und einen Hof, auf dem jetzt Johann Markessen wohnt, mit der Vogtei und dem Gericht über Hals und Hand.
1432
Im Bremisch-Lüneburgischen Fehdekrieg werden in Ashusen die Mühle und sechs Hofstellen mit dem gesamten Eigentum (Haus, Hof, Vieh, Speck, Roggen) niedergebrannt, zusätzlich auch die Hirtenkote. Zwei Männer werden erschlagen.
1450
Im Winsener Schatzregister werden für Ashusen 3 Höfe, 4 Halbhöfe und 5 Koten namentlich genannt, dazu der Mollner (Müller), die an den Herzog Friedrich eyn gemeyne Landbede abzugeben haben
1515
Im Schmalzehntregister des Klosters St. Michaelis Lüneburg werden 22 Reiheleute in Ashausen genannt. Die letzten vier sind 1520 hinzugefügt worden.
1562
Der Konvent des Klosters St. Michaelis baut in Häcklingen einen Teich. Dazu müssen die Klosterhöfe aus Ashusen statt 14 Tage Handdienst bei eigener Beköstigung einen Tagelöhner bezahlen:
die Höfner je 2 Mark, die Kötner je 24 Schilling.
1583
Lorenz Rieken hat von Dierk Bostelmann eine Hofstelle übernommen.
1594
Der Ashausener Zehnte beträgt 335 Mark und 18 Schillinge.
1616
Der zwischen Ashausen und Stöckte ausgebrochene Streit um Weidegerechtigkeiten wird von Herzogin Dorothea am 17. Juli durch einen Vergleich geschlichtet.
1628
Das Einwohnerverzeichnis Winsens nennt für Ashusen 11 Höfner,
2 Halbhöfner und 2 Brinkkötner.
1636
30jähriger Krieg (1618 1648). In Ashausen brennen der Hof von Otto Bostelmann, Albert Bostelmann und Hein Beecken ab. Ditrich Bostelmann soll statt des Wagendienstes wegen Armut in diesem Jahr noch mit der Hand dienen und nur 4 Fuhren tun: 2 Zehntfuhren und 2 Heidfuhren.
1639
Hein Beecken und Frau sind am Fastelabend an Pest gestorben. Sie hinterlassen eine Tochter.
1652
Ashausen hat Hud und Weide auf der Grevelau, in den Stöckter und Höper Wischen (Wiesen) bis Maytag.
1670
In einer Verordnung des Amtes Winsen wird die bei Deichbrüchen zu leistende Hilfe nach der Anzahl der Morgen Landes, die die einzelnen Dörfer in der Vogtei Neuland besitzen, festgelegt. Danach besitzen die Ashäuser in der Vogtei Neuland 111 Morgen Land.
1675
Im Amtlagerbuch des Amtes Winsen heißt es: Ashausen kommt mit Stöckte mit der Weyde zusammen und wird auch in Wassers Nöthen auf der Greveley, jedoch nach erlangter Amtvergünstigung, mit dem Vieh geduldet, dagegen muß es den Herrn Teich (Herrenteich) auf dem Gehrden im Stande erhalten und bessern.
1681
Ashausen besteht aus 12 Vollhöfen, 2 Halbhöfen und 12 Koten. 1764 kommen 2 Brinksitzer dazu.
1697
Erstmalig wird ein Schulhaus in Ashausen erwähnt.
1707
Die Klosterleute unter den Bauern in Ashausen und Stöckte weigern sich, zum Heidbrennen in der Raubkammer zu erscheinen, da eine solche Verpflichtung nicht bestehe. Dennoch werden sie auf dem Pattenser Landgericht zu 15 ggr. Strafe verurteilt.
1709
Bei Hoopte ereignet sich der erste geschichtlich nachweisbare Deichbruch. Zur Wiederherstellung des Elbdeiches wird auch Ashausen herangezogen, das sich jedoch weigert, die 36 Taler und 18 ggr. zu zahlen, da das Wasser so viel Schaden verursacht hat, dass die geforderte Summe nicht aufgebracht werden kann.
1713
Kathmakenshof (Heute Dieter Bühring) wird im Oktober/November von der Pest heimgesucht. Von 13 Familienmitgliedern überlebt nur der 6-jährige Claus.
1753
Blatternepedemie im Kirchspiel Pattensen fordert Todesopfer.
Grundherrschaft über die Klosterhöfe geht an das Amt Winsen/Luhe über.
1754
Das Amt Winsen empfielt den Bauern den Anbau von Kartoffeln.
1756
Bei der Sturmflut im Oktober bricht der Achterdeich. Durch Kriegsunruhen (Siebenjährige Krieg) geraten die Deicharbeiten ins Stocken. Erst 1758 wird die Bruchstelle geschlossen. Ashausen hat danach insgesamt 56 1/2 Hand- und Spanndiensttage zu leisten.
1789
König Georg der Dritte lässt eine Steinbrücke über den Mühlenbach bauen: Alte Postbrücke, Napoleonbrücke oder auch Fischdieksbrüch genannt.
1802
Spezialteilung und Verkoppelung beginnen.
1810
Die Feldmark Ashausen wird vermessen.
Ashausen hat 288 Einwohner und gehört zu Mairie Pattensen des Kantons Winsen.
1811
Für Ashausen werden bestellt: zum Bürgermeister (Maire) Peter Maack und zum Beigeordneten (Adjoint) Heinrich Maack.
1812
Peter Christoph Maack kehrt aus dem napoleonischen Feldzug gegen Russland nicht zurück.
1814
Die westliche Hälfte des Dorfes brennt durch einquartierte russische Soldaten ab.
1823
Ein Rezess zwischen dem Forstamt Winsen und der Dorfschaft Ashausen regelt die Teilung der Holzungen.
1825
Die Verkopplung der Feldmark Ashausen ist abgeschlossen. Der Rezess wird von allen Höfnern unterschrieben. Nur Peter Roggenbuck unterschreibt nicht.
1834
Die Dorfschaft Ashausen löst ihren Korn- und Schmalzehnten in einer Rente von 300 Mark ab.
1841
Die östliche Hälfte des Dorfes brennt am 2. Pfingsttag ab. Die Ursache bleibt unbekannt.
1847
Die Eisenbahnstrecke Harburg Celle wird in Betrieb genommen.
1866
Die Dorfstraße wird vom Ortseingang Scharmbeck bis zum Mühlenbach gepflastert.
Hannover wird von Preussen annektiert.
1870
1871
H. W. Lund fällt im Krieg gegen Frankreich.
1873
Die Liedertafel Freundschaft wird im Musikantenhaus gegründet.
1880
1881
Masern-Epedemie. In vier Wochen sterben acht Kinder.
1890
Im Haus des Abbauern Peter Heinrich Lühr wird eine Posthilfsstelle eingerichtet.
1892
Ashausen wird Eisenbahn-Haltepunkt.
1893
Das Statut der Realgemeinde wird vom Regierungs-Ausschuss in Lüneburg genehmigt.